Geschichte

Auszug aus unserer Festschrift Bauen und Wohnen –
75 Jahre Hardtwaldsiedlung Karlsruhe

geschichte_01 Im Jahre 1919 wurde die damalige Mieter- und Handwerker-Genossenschaft – die spätere Gemeinnützige Baugenossenschaft Hardtwaldsiedlung Karlsruhe eGmbH –gegründet. Initiator und Mentor der Vereinigung, war bis zu seinem Tod im Jahre 1932 der
damals 47 Jahre alte Fabrikant Albert Braun.

Noch vor Jahresende 1919 belief sich die Zahl der Genossen auf 126, die insgesamt 319 Anteile zu je 500 Mark hielten.

Für das – schon von Beginn an „Hardtwaldsiedlung“ genannte – Vorhaben hatte das Architekturbüro Pfeifer & Großmann inzwischen einen städtebaulich bemerkenswerten Bebauungsplan aufgestellt. Dieser sah vor, die Straßen einer optimalen Besonnung wegen, weitgehend in Nord-Süd-Richtung anzulegen, ausgenommen die zur Haupterschließung auszubauende Knielinger Allee und die „Halbkreisstraße“, der spätere Waldring, im Süden des Geländes. Eben dieser „Ring“ sollte bald zum unverwechselbaren Charakteristikum der Hardtwaldsiedlung werden.

geschichte_02 Im Jahr 1926 wurde aus „Mieter- und Handwerker-Genossenschaft“ die Bezeichnung „Gemeinnützige Baugenossenschaft Hardtwaldsiedlung Karlsruhe eGmbH“, von jedermann in Karlsruhe seitdem nur – kurz und bündig – „Hardtwaldsiedlung“ genannt.

Am Ende des Jahres 1932 umfasste der Wohnungsbestand der „Hardtwaldsiedlung“ 693 Wohnungen, die Zahl der Genossenschaftsmitglieder betrug 1.097.

Im Rückblick auf die Zeitspanne zwischen 1950 und 1970 waren durch die Hardtwaldsiedlung seit Kriegsende nicht weniger als 822 Wohnungen – Eigenheime und Eigentumswohnungen inbegriffen – gebaut worden.

Mit dem Bau von 39 Mietwohnungen entstand Anfang der 90er Jahre zwischen der Kösliner und der Beuthener Straße ein interessant gegliederter Wohnkomplex.

Auf dem ehemaligen französischen Kasernengelände zwischen Grenadierstraße und Knielinger Allee erstellte die Genossenschaft 90 Mietwohnungen und 106 Tiefgaragenplätze, die in zwei Bauabschnitten zum Ende des Jahres 1998 und zum Frühjahr 1999 fertig gestellt wurden.

In den letzten Jahren verhandelte der Vorstand der Hardtwaldsiedlung mit dem Land Baden-Württemberg über den Erwerb vom Land vergebener Erbbaugrundstücke. Gegen Ende 2005 wurden mit rund 110.000 qm gut die Hälfte der im Erbbaurecht vergebenen und von der Genossenschaft bebauten Grundstücke vom Land Baden-Württemberg erworben. Im Dezember 2008 wurde ein Vertrag über den Erwerb sämtlicher restlicher Erbbaugrundstücke geschlossen. Zusammen mit dem 1. Erwerbsschritt in 2005 wurden somit alle Grundstücke in der Oststadt sowie in der Nordstadt (gesamt rund 200.000 qm) zu einem Gesamtpreis von 34 Mio. € erworben.

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