Ortstermin Rondell

08.02.2017

Eine gute Stunde diskutierten etwa zwei Dutzend Anwohnerinnen und Anwohner am Dienstag, 31.1.2017 mit Vertretern der vom Bürgerverein eingeladenen städtischen Ämter und der Hardtwaldsiedlung über den Zustand und die Zukunft der Rondelle in der Karl-Schrempp-Straße und der Friedrich-Wolff-Straße.

Die zwangsläufig für große Fahrzeuge auf der Fahrbahn und am Rand der Plätze freizuhaltenden Bewegungsräume laden zum Parken ein. Es wäre schön, wenn widerrechtlich parkende Fahrzeuge (Ordnungsamt) dauerhaft von den Grünflächen ferngehalten und die Plätze selbst zu Aufenthalt und Kinderspiel hergerichtet werde könnten. Beide Positionen scheinen derzeit unerreichbar, letztere auch nicht von allen gewünscht. Aus Sicht des Denkmalschutzes kommt eine Veränderung der Plätze, z.B. eine Verkleinerung, nicht in Frage.

Für Gestaltung und Pflege der Rondelle reichen die Ressourcen des Gartenbauamts nicht aus, wie dessen Leiter, Herr Helmut Kern, betonte. Die Standorte der nachgepflanzten Bäume in der Friedrich-wolff-Straße werden korrigiert. Die derzeitige Lösung mit den abgelegten Baumstämmen, deren Position ggf. leicht verändert werden kann, wird akzeptiert. Die ursprünglichen weißen Zäune oder andere feste Abgenzungen wird es wegen des hohen Herstellungs-, Reparatur- und Unterhaltungsaufwands nicht (wieder) geben.

Eine Teilnehmerin plädiert dafür, die Rondelle komplett von geparkten Autos freizuhalten. Nur so könnten die Plätze wieder zu Schmuckstücken wie früher werden. Zum Ausgleich könnten im Straßenbereich zusätzliche Parkplätze mit Ausweichmöglichkeiten und Geschwindigkeitsbegrenzung analog der Lösung in der Gustav-Binz-Straße gewonnen werden. Weitere Anwohner sehen die Lösung des örtlichen Parkproblems generell in der Einrichtung von "Spielstraßen". Wieder andere votieren vehement für eine pflegeleichte optische Aufwertung der Plätze, z. B. durch Wildblumen, was jedoch mit Aktivitäten wie Sport, Spiel oder Nachbarschaftstreffen nicht verträglich wäre.

Die Einfassung mit einer möglichst natürlichen Hecke kann überlegt werden, wozu jedoch Anwohner, Baugenossenschaft und engagierte Bürgerinnen und Bürger die Bereitschaft zur Pflege zusagen müssten. Dies zu organisieren wird über rondellgestaltung@web.de versucht; Interessierte wenden sich bitte über diese Mailadresse an Frau Nesselhauf.

Gemeinsam mit dem Gartenbauamt werden darüber hinaus Gestaltungsmöglichkeiten der Plätze ausgearbeitet werden hinsichtlich formgebung, Pflanzenarten und Baumaterialien. Die Art und Weise einer Unterstützung des Gartenbauamts wird sich zeigen, ist jedoch für das Projekt essentiell. Gleiches gilt für die Baugenossenschaft, die eine nicht näher benannte Unterstützung in Aussicht stellt. Nicht zuletzt ist die Anwohnerschaft gefordert, die Herzstücke der Hardtwaldsiedlung in einen Zustand zu versetzen und zu pflegen, der dem historischen Vorbild gerecht wird.

Karlsruhe, 7.2.2017
Lothar Dunker, Werner Müller, Helga Zimmer
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